Glossar der Hochschulpolitik
Foto: Jakob Studnar/FernUniversität in Hagen
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ABS Aktionsbündnis gegen Studiengebühren
Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren wurde im April 1999 gegründet. Es kämpft gegen Studiengebühren in jeglicher Form. Seine Bündnispartner bilden Studierendenvertretungen und -verbände, politische Hochschulgruppen, Fachschaftenorganisationen, Gewerkschaften und SchülerInnenorganisationen, Parteien, Initiativen und Verbände. Es ist seit September 2001 organisatorisch an den freien Zusammenschluss von Studierendenschaften (fzs) angegliedert.
Die Studierendenschaft der FernUniversität ist Bündnispartner des ABS und unterstützt die Arbeit aktiv.
Zu erreichen unter: http://www.abs-bund.de/
AStA Allgemeiner Studierenden-Ausschuss
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BdWi Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler e.V.
Der BdWi versteht sich als autonomer, wissenschaftspolitischer Verband, überregional, finanziell und politisch unabhängig. Er will die politische Dimension wissenschaftlichen Handelns beleuchten und sich dafür einsetzen, demokratische Mitbestimmung und politische Partizipation in allen gesellschaftlichen Bereichen (in den Hochschulen sowieso) auszuweiten und eine Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse durch Demokratisierung zu erreichen.
Bietet ein „kritisches ExpertInnen-Reservoir für die außerparlamentarische und parlamentarische Opposition.“ Sucht „keine militär- und atomstaatliche, sondern eine sozialstaatlich-ökologische Lösung der Aufgabe, eine humane und risikominimierende Wissenschaft aufzubauen.“ Mitglieder sind rund 1300 WissenschaftlerInnen, AbsolventInnen und Studierende. Gibt u.a. die Magazine „Forum Wissenschaft“, „Wissenschaft und Frieden“ und eine hochschulpolitische Schriftenreihe heraus. Gegründet 1968; unter den Gründungsmitgliedern waren Wolfgang Abendroth, Walter Jens und Jürgen Habermas. Sitz in Bonn. Geschäftsführer Thorsten Bultmann.
Link: http://www.bdwi.de/
Und zum BdWi-Verlag: http://www.bdwi.de/verlag/index.html
BF(d)W Bund Freiheit der Wissenschaft (BuF)
Konservative Reaktion auf den Aufbruch an den Universitäten Ende der 60er. Gegründet November 1970 in Bad Godesberg. Der BFW bezeichnet sich selbst als „überparteilichen Bürgerbund zur Verteidigung der Freiheit von Forschung, Lehre und Studium“. Er sieht die Freiheit der Wissenschaft bedroht „durch den Gesinnungsterror ideologisch fanatisierter Gruppen an den Hochschulen gegen Andersdenkende“ (Programmerklärung).
Reinhard Kühnl (Der Bund Freiheit der Wissenschaft und sein Standort im politischen Spektrum der BRD, in Blätter für deutsche und internationale Politik 11/73) analysiert, dass „der BFdW mit all jenen politischen Kräften verbunden ist, die ideologisch und praktisch Demokratisierung und Mitbestimmung bekämpfen und die Unterdrückung dieser Tendenzen betreiben, um Staat, Wirtschafts und Hochschule noch stärker nach autoritären Grundsätzen zu gestalten.“ An der Gründung beteiligt waren die NoFU sowie namhafte Politiker von CDU/CSU.
1995 forderte der BFW die Einführung von Studiengebühren (Fünf Thesen zur Einführung von Studiengebühren, in Freiheit der Wissenschaft Nr. 2/Juni 1995) und die Abschaffung des traditionellen BaföGs. Die freiwerdenden Finanzmittel sollten an die neun großen Begabtenförderungswerke der Parteien und Verbände gehen.
Link: http://www.bund-freiheit-der-wissenschaft.de/
BMBF Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie
Trägt, neben vielen anderen Ausgaben, 50% der Mittel zum HS-Bau bei (50% Länder) sowie das BAfÖG (´98: 1,48 Mrd.) Hauhalt ´98: 14,95 Mrd Mark. 1994 aus den Ministerien für Bildung und WIssenschaft sowie Forschung und Technologie zusammengebastelt. Aktuell geführt wird das Ministerium von Prof. Dr. Annette Schavan.
CHE Centrum für Hochschul-Entwicklung
Seit 1994 in Gütersloh ansässig. Versteht sich als „politisch unabhängige Denkfabrik“ mit dem Ziel, die „Leistungsfähigkeit der deutschen Hochschulen zu fördern und ihre Evolutionskräfte zu stärken“. Getragen von der „Bertelsmann-Stiftung“ (in deren Beirat u.a Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, CDU, sitzt) und der „Stiftung zur Förderung der HRK“. Angetrieben von dem Wunsch, den „Wettbewerb als Steuerungsinstrument für die Hochschulen“ zu fördern und „neue Wege zum Hochschulzugang und zur Hochschulfinanzierung“ zu entwerfen (Selbstdarstellung). Leitung: Dr. Jörg Dräger und Professor Dr. Frank Ziegele.
CRE Standing Conference of Rectors, Presidents and ViceChancellors of the European Universities
Vereinigung von über 500 europäischen Hochschulen, darunter 63 deutsche Universitäten. Machen sich substanzielle Gedanken über Bildung für die Zukunft; gestalten kräftig mit an den Hochschulen an der Schwelle zum 21. Jhd. und zum vereinten Europa. „Wertvoller Treffpunkt für Hochschulleiter und wirtschaftliche und politische Entscheidungsträger.“ 1959 in Genf gegründet. Eins von neun Vorstandsmitgliedern ist Prof. Michael Daxner, Präsident der Uni Oldenburg. Im „Commitee“ (33 VertreterInnen der Mitgliedsstaaten) sitzt Prof. Klaus Landfried für die HRK.
DAAD Deutscher Akademischer Austauschdienst
Brücke der deutschen Hochschulen zur Welt. Vermittelt Studierende, PraktikantInnen, WissenschaftlerInnen und wissenschaftliche Lehrkräfte an Hochschulen weltweit und vergibt Stipendien an deutsche und ausländische Hochschulmitglieder (z.B. das europaweite Studi-Austauschprogramm Sokrates-Erasmus). Mitglieder im DAAD sind – auf Antrag – die Hochschulen, die in der HRK vertreten sind, sowie viele ihrer Studierendenschaften. Gegründet 1925, 1945 aufgelöst und 1950 wieder gegründet. Sitz in Bonn; wird finanziert von Bund, Ländern und EU. Präsident: Prof. Dr. Stefan E. Hormuth, Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen
DFG Deutsche Forschungs-Gemeinschaft
Ein Zusammenschluss von 65 Universitäten sowie Forschungseinrichtungen, Akademien der Wissenschaften und wissenschaftlichen Verbänden. Fördert Forschung an Hochschulen und öffentlich finanzierten Forschungsinstituten in der BRD. Ziele: Finanzielle Unterstützung und Förderung der Zusammenarbeit unter den Forschenden, Beratung von Parlamenten und Behörden, Pflege der Beziehungen der Forschung zur Wirtschaft und zur ausländischen Wissenschaft (Selbstdarstellung).
Getragen von Bund und Ländern, gefördert vom Stifterverband und anderen privaten Gönnern. Über den Wirtschaftsplan der DFG entscheidet der Hauptausschuss aus 39 Senatoren, mit Vertretern von Bund, Ländern und Stifterverband. Sitz in Bonn, Gründung 1949, in Nachfolge der „Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft.
DHV Deutscher Hochschulverband
„Berufsvertretung der Universitätslehrer an den wissenschaftlichen Hochschulen Deutschlands.“ 1950 in Fortführung des 1936 aufgelösten „Verbandes der deutschen Hochschulen“ neu gegründet. Versteht sich als die „umfassende Service- und Informationseinrichtung für die deutschen Universitätslehrer und den wissenschaftlichen Nachwuchs“. Geschäftsstelle in Bonn, Präsident Prof. Dr. Bernhard Kempen, Universität Köln, Rechtswissenschaftliche Fakultät.
DIHT Deutscher Industrie- und Handelstag
Spitzenverband der 83 Industrie- und Handelskammern (IHK). Keine originär hochschulpolitische Einrichtung; da aber alle deutschen Unternehmen im Inland – ausgenommen Handwerksbetriebe, freie Berufe und landwirtschaftliche Betriebe – zwangsweise Mitglied einer IHK sind, fühlt sich der DIHT als Vertreter der Endverbraucher von (Berufs-)Bildung – und schaltet sich gelegentlich dementsprechend in die Debatten ein. Sitz in Berlin, Präsident: Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann.
Drittmittel
Geldmittel für konkrete Forschungsvorhaben, die nicht aus dem Haushalt der Hochschule, sondern von „Dritten“ kommen. Diese „Dritten“ können Privatpersonen oder Wirtschaftsunternehmen sein, sind allerdings überwiegend öffentlich finanzierte Einrichtungen wie die DFG, Stiftungen oder direkt der Bund.
DSW Deutsches Studentenwerk
Freiwilliger Zusammenschluss der 63 Studentenwerke in der BRD. Aufgaben: „wirtschaftliche, soziale, gesundheitliche und kulturelle Förderung der Studierenden.“ Die Studentenwerke gingen nach dem 1. Weltkrieg aus Selbsthilfeinitiativen der nicht-korporierten Studierenden hervor, die Mensen, „Studentenhäuser“ und Darlehenskassen betrieben. Finanzierung: Landeszuschüsse (ca. 25%), Sozialbeiträge der Studierenden (im Bundesdurchschnitt ca. 25,- € pro Nase und Semester), eigene Einnahmen aus Mensen, Cafeterien und Mieten. Präsident: Prof. Dr. Rolf Dobischat, Duisburg.
Die Studentenwerke in Nordrhein-Westfalen bewirtschaften 37.000 Wohnplätze, betreiben 90 Mensen und 63 Cafeterien. Im Auftrag von Bund und Land vergaben sie im vergangenen 2008 315 Mio. Euro BAföG-Förderung und betreuen über 1000 Kinder in Kindertagesstätten.
Die Mensa der FernUni Hagen wird vom Studentenwerk Dortmund aus betrieben. Weitere Dienstleistungen werden in Hagen nicht angeboten; ein Sozialbeitrag für die Studentenwerke fällt für FernUni-Studierende nicht an.
FSR Fachschaftsrat
Gewähltes Vertretungsorgan der Fachschaft, d.h. der Gesamtheit der Studierenden eines Fachbereichs.
Die Fachschaften werden an der FernUni Hagen üblicherweise im Rahmen der Wahlen zum Studierendenparlament gewählt und bestehen aus fünf Mitgliedern. An der FernUni Hagen gibt es folgende fünf Fachschaften: ReWi, WiWi, KSW, Psychologie und M+I.
FhG Fraunhofer-Gesellschaft e.V.
Bezeichnet sich als die „führende Organisation für angewandte Forschung in Deutschland“. Unterhält 80 Forschungseinrichtungen, darunter 60 Fraunhofer-Institute an Standorten in Deutschland. Gegründet 1949. 1,5 Milliarden Euro Forschungsvolumen jährlich, davon 2/3 aus Industrieaufträgen und öffentlich finanzierten Forschungsvorhaben; 1/3 Grundfinanzierung von Bund und Ländern.
Die Fraunhofer-Gesellschaft arbeitet nach eigener Darstellung „marktorientiert“ und „unabhängig von den Interessen einzelner Gruppen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft“. Die „gemeinsame Förderung der FhG durch Bund und Länder ist eine Zukunftsinvestition in die wirtschaftsrelevante Forschungsinfrastruktur“. Sitz in München.
fzs freier zusammenschluss von studentInnenschaften
Projekt einer bundesweiten Studierendenvertretung. Entstand 1993 aus dem AK BiGi (Arbeitskreis Bildungsgipfel) als Nachfolgeorganisation für den vds. Will ein institutioneller Rahmen für die kontinuierliche Zusammenarbeit der Studierenden-Vertretungen sein, vor allem aber in offenen Arbeitskreisen eigenständige inhaltliche Arbeit leisten. Versucht, sich als hochschulpolitischer Ansprechpartner für Politik und Medien zu etablieren.
Der fzs steht seit einiger Zeit in der Kritik; mehrere Hochschulen mit zahlreichen Studierenden sind ausgetreten und die finanzielle Basis ist deshalb schmaler geworden. Momentan sind noch 80 Hochschulen Mitglied und damit rund 1 Million Studierende. Die Studierendenschaft der FernUni Hagen ist kein Mitglied des fzs, der sich durch Mitgliedsbeiträge, die letztlich die Studierenden zusätzlich zu anderen Gebühren leisten müssen, finanziert.
Der fzs vertritt die Studierenden der BRD auf internationaler Ebene im ESIB (European Student Information Bureau – The national Unions of Students in Europe) und in der IUS (International Union of Students).
GEW Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft
Die „Bildungsgewerkschaft“ im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Vertretung der Angehörigen von pädagogischen, sozialpädagogischen und wissenschaftlichen Berufen sowie StudentInnen. Rund 300.000 Mitglieder. Vertreten im Europäischen Gewerkschaftskomitee für Bildung und Wissenschaft (EGBW) sowie weltweit in der Bildungsinternationale (BI). Die GEW führt ihre Tradition zurück auf 1848 (Gründung des Allgemeinen Deutschen Lehrervereins in Eisenach), direkter auf die Freie Lehrergewerkschaft Deutschlands (1919, Gotha, 1933 verboten). 1947 Gründung des Allgemeinen Deutschen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes in Detmold, seit 1948 GEW im DGB. 16 Landesverbände, Geschäftsstelle in Frankfurt/Main; Vorsitzender: Ulrich Thöne.
Über die Hans-Böckler-Stiftung unterstützten die DGB-Gewerkschaften Wissenschaft und Forschung.
Globalhaushalt
Mit dem Hochschulfreiheitsgesetz, das am 1. Januar 2007 in Kraft trat, verabschiedeten sich die Hochschulen in NRW von der kameralistischen Haushaltsführung. Der sogenannte Globalhaushalt stellt einen großen Topf dar, in den die öffentlichen Mittel für die Universität gesammelt fließen. Sie verteilt diese Gelder dann intern, anstatt jedes Töpfchen einzeln beim Ministerium zu beantragen. Weist den Gremien der Hochschul-Selbstverwaltung theoretisch ein größeres Gewicht zu.
Kritiker wenden jedoch ein, dass notwendige Großinvestitionen nicht mehr im Etatansatz des Landes berücksichtigt werden. Zudem reichen diese Mittel für den Unibetrieb nicht aus, sondern müssen durch Drittmittel ergänzt werden. Dies verstärkt die Tendenz der Universitäten, sich am nachfragenden Markt zu orientieren und Orchideenfächer weniger zu berücksichtigen.